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MipTV 2009: united docs präsentiert Mauerfallstories und "Tiananmen"

Jahrestage der Weltgeschichte im Fokus deutscher Dokumentationen

Köln/Cannes, 18. Februar 2009 – Auf der MipTV 2009 überzeugt united docs mit exzellent recherchierten Hintergrundstories über weltbewegende Ereignisse. Zum 20. Jahrestag des Berliner Mauerfalls bietet der deutsche Dokumentationsvertrieb eine packende Primetime-Produktion von NDR und arte: "Schabowskis Zettel" (60') beleuchtet die Verkettung der Umstände während der entscheidenden 24 Stunden des 9. Novembers 1989. Auch der Dreiteiler "Damals in der DDR – das letzte Jahr" (3x45'/52') und die weltweite filmische Spurensuche "Wo ist die Mauer?" (52') erinnern an die Ziet, als der Kalte Krieg sein Ende fand. Ebenfalls 20 Jahre ist es her, als die ganze Welt auf das "Tiananmen"- Massaker im chinesischen Bejing blickte. Das gleichnamige Gemeinschaftswerk (52') von WDR, NDR und arte nimmt die Auswirkungen für Land und Leute kritisch unter die Lupe. "Unser Verkaufserfolg liegt nicht zuletzt an der Nachhaltigkeit unserer journalistisch anspruchs-vollen Produktionen in HD-Qualität. Sie haben einen Langzeitwert, der auch auf internationaler Ebene wirkt," so Bettina Oebel, Head of Sales der united docs.

"Schabowskis Zettel" hat Weltgeschichte geschrieben. Die gleichnamige Hochglanz-Dokumentation stellt die Hintergründe des Berliner Mauerfalls authentisch dar. Ähnlich der TV-Serie "24Hours" laufen mehrere Handlungsstränge parallel. In Split-Screen-Technik dokumentiert "Schabowskis Zettel" spannend die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, die zum welthistorischen Knall geführt haben. Der aufwendig gestaltete Film lebt von Erfahrungsberichten, nachgestellten Szenen und erstmals veröffentlichten Archivbildern mit O-Tönen internationaler Persönlichkeiten wie Gorbatschow, Bush, Kohl und Thatcher. Besonders interessant ist das Exklusiv-Interview mit  SED-Funktionär Günter Schabowski sowie mit Tom Brokaw, seinerzeit Anchorman der NBC, die beide den auslösenden Moment der Wende in Deutschland hautnah erlebt haben.

"Damals in der DDR - das letzte Jahr" – ist die Fortsetzung der mit dem Adolf Grimme Preis ausgezeichneten Reihe "Damals in der DDR". In drei Folgen gewährt sie einen neuen, frischen Blick auf das Leben im Sozialismus während des letzten DDR-Jahres. Die Deutschen in Ost und West erlebten eine rasante Zeit: Fast wie eine Hochzeit mit schmuckem Bräutigam, verschleierter Braut und einer unbekannten Mitgift. Polterabend, "Ja"-Wort, Hochzeitsball, Katergefühl – und nach dem Rausch die Erkenntnis, von nun an zusammenzugehören. Aufwendig rekonstruierte Alltagsgeschichten veranschaulichen den vielschichtigen Prozess der deutschen Wiedervereinigung. Sie erzählen von Gewinnern und Verlierern in einer historisch einmaligen gesellschaftlichen Transformation, die bis heute wirkt. Neben bekannten Propagandabildern zeigen die drei Folgen Amateurfilme, Fotos und Dokumente, die ein privates Bild der DDR offenbaren.

Die Dokumentation "Wo ist die Mauer?" erinnert an das wohl markanteste Symbol des Kalten Krieges. Die HDTV-Produktion wirft einen Blick auf den politisch nicht immer korrekten Umgang mit einer der greifbarsten Hinterlassenschaften des totalitären Systems der DDR.  Die einfühlsame Spurensuche nach den Mauerresten führt den Fernsehzuschauer von Berlin über Frankreich und Schweden bis in die USA und nach Mexico City.

"Tiananmen" ist ein bewegender Film, der das chinesische Massaker vom 4. Juni 1989 wieder aufleben lässt. Damals hatten fast eine Million Menschen wochenlang im Zentrum Pekings auf dem heutigen „Platz des himmlischen Friedens“ protestiert, bis die Volksbefreiungsarmee das Feuer auf die wehrlose Menge eröffnete. Überlebende erinnern sich und schildern positive und negative Auswirkungen auf Chinas moderne Gesellschaft. Die Demonstranten von einst werden heute noch diffamiert. Die TV-Dokumentation rekonstruiert den unermüdlichen Kampf um Demokratie und Meinungsfreiheit, der die ganze Welt berührte.